Die Kenia-Hilfe 2017

 
Was lebt, hat keine Wahl. Wir müss
en dieses unser Leben erhalten, dafür essen und trinken, wir brauchen den Schutz der Gemeinschaft und ein Lager für die Nacht, denn alleine kommen wir nicht über die Runden. Dieser tagtägliche Überlebenskampf war für unsere Vorfahren Jahrtausende lang Normalität, im Tierreich herrscht er noch immer vor, in den Industrienationen kennen wir ihn dagegen nur noch vom Hörensagen. In Afrika indes ist das Leben rauer, und wenn man hier in jungen Jahren seine Eltern verliert, dann sind der Tränen viele.


Dank der Arbeit von Ingeborg Hoffmann ist im kenianischen Mombasa für genau diese von der Welt vergessenen Waisenkinder ein »Ort des Friedens« entstanden: das »Mji Wa Salama«. Man darf wohl sagen, dass Frau Hoffmann und ihr Mann diese Oase wahrlich aus Ruinen aufgebaut haben. Am Anfang war da gar nichts, lediglich eine Essensausgabe für zwei Handvoll auf sich allein gestellte Kinder, die man so immerhin noch vor dem Verhungern bewahrte. Ein Ort der Liebe aber konnte es nicht sein. Es waren die Hoffmanns, die mit ihrem deutschen Unterstützerkreis über viele Jahre hinweg in mühevoller Kleinarbeit das Mji Wa Salama zu dem Vorzeige-Haus machten, das es heute ist. Über 80 Kinder wachsen aktuell unter dem Schirm der Zuneigung und Geborgenheit auf, den ansonsten nur die Familie zu vermitteln vermag. Meine Frau und ich verfolgen und unterstützen den unermüdlichen Einsatz von Frau Hoffmann seit über 20 Jahren, wir haben das Mji Wa Salama wachsen und gedeihen gesehen. Vor zehn Jahren hat hifi & records die erste »Kenia-Hilfe« auf die Beine gestellt, damals durften wir über 12.000 Euro nach Mombasa senden, was einem Geschenk des Himmels gleichkam. Dieses Ergebnis konnten wir fünf Jahre später nochmals deutlich steigern und im Rahmen der 2012er-Aktion, die unter einem besonders guten Stern stand, dann für die zum Heim gehörende Schule tatsächlich drei Klassenzimmer bauen und die sanitären Einrichtungen renovieren. Da die Schule auch von Kindern aus der Umgebung besucht wird, werden dort heute sage und schreibe 339 Schüler unterrichtet. Es war eine riesige Freude für Ingeborg Hoffmann, die vor Ort Mama Niki genannt wird, und Heimleiterin Susan Kuria. Aber auch für uns und unsere Unterstützer war es ein besonderer Moment, wenn man sieht, wie Spenden unmittelbar ankommen und das Leben im Heim verändern – und verbessern.


Dank Ingeborg Hoffmann ist die Entwicklung des Mji Wa Salama zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Eine, die die große Welt ein winziges Stückchen besser gemacht hat. Für die Kinder ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht – sie wachsen in einer anderen Welt auf. In der heimeigenen Schule lernen sie Fremdsprachen ebenso wie die Bedienung des Computers. Dank dieser Ausbildung können sie später einen Lebensweg beschreiten, der sich ihnen ansonsten niemals eröffnet hätte.


Dem Heim ginge es gut, meinte Ingeborg Hoffmann unlängst, aber nach einer Weile kam in dem Telefonat dann doch zur Sprache, dass die Küche des Mji Wa Salama in absehbarer Zeit dann vielleicht doch einmal eine Renovierung nötig hätte. So in etwa klingt das bei Frau Hoffmann, Wünsche dick auftragen ist nicht so ihr Ding. Nun denn, dann wollen wir versuchen, im Rahmen dieser Aktion bis zum 31.12.2017 unser Scherflein zur Küchen-Modernisierung des Mji Wa Salama beizutragen. Für die »Hilfe beim Helfen« sind wir natürlich wieder auf eine breite Unterstützung angewiesen. Mitmachen kann jeder, jeder Euro hilft (ab 50 Euro gibt es eine Spendenbescheinigung, senden Sie uns hierfür einfach eine E-Mail mit Ihrer Adresse und dem Spendenbetrag an kenia-hilfe@monomedia.de, dann erledigen wir alle Formalitäten für Sie). Bitte das Stichwort »Kenia-Hilfe« nicht vergessen. Und auch für diese dritte Aktion haben wir wieder nur eine Bitte: Drücken Sie uns die Daumen!                         Wilfried Kress

 
 

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